Kurzsichtigkeit entsteht fast nur durch die Lebensumstände. Das haben die australischen Mediziner Kathryn Rose und Ian Morgan in Canberra nach Auswertung von mehr als 40 Studien aus der ganzen Welt herausgefunden. So sind 70 Prozent der in Singapur lebenden Inder kurzsichtig, während es in Indien selbst nur 10 Prozent sind - genetische Ursachen scheiden daher aus. Die wichtigsten Faktoren seien vielmehr Lesen und Fernsehen in jungen Jahren, berichten die Forscher im "New Scientist". Ein weiteres Beispiel: Israelische Jungen, die religiöse Texte studieren, sind zu 80 Prozent kurzsichtig. Unter Knaben auf staatlichen Schulen hingegen, in denen erheblich weniger gelesen wird, liegt die Rate nur bei 30 Prozent. Die Zahl der Brillenträger werde sich in den Industriestaaten immer schneller erhöhen, so Morgan: "In dem Maße, in dem Kinder mehr Zeit drinnen, am Computer oder vor dem Fernseher verbringen, wird die Kurzsichtigkeit weiter um sich greifen."

Was können wir tun?

1. Für mehr weitsicht sorgen Bei Bildschirmarbeit oder sonstigen Tätigkeiten im Nahbereich regelmäßige Pausen einlegen und die so genannte 20-20-20 Regel anzuwenden: alle 20 Minuten eine Pause von 20 Sekunden, in der ein Objekt in 20 Fuß (6 Meter) Entfernung angepeilt wird. Dieses Training unterstützt bei der Entwiklung positiver, myopiehemmender Sehgewohnheiten und entlastet überanstrengender Augen unmittelbar.

2. Für mehr Tageslicht sorgen Mindestens zwei Stunden täglich werden im Sinne der Myopieprävention für Kinder empfohlen.

3. Optimale Korrektion von Fehlsichtigen Häufiger als vermutet ist eine unzureichend korrigierte Fehlsichtigkeit, z.B. ein Rest-Astigmatismus, ein auslösender oder verstärkender Faktor für Beschwerden.

4. Moderne Kontaktlinsenmaterialien und -Designs nutzen Nutzen Sie die Vorteile aktueller Kontaktlinsen.

  • Orthokeratologie, Nachtlinsen,(s.Informationenen -Orthokeratologie)
  • Mehrstärkenlinsen

Gerne beraten wir Sie, welche Linsensysteme für Ihr Kind geeignet sind.

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